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Lachsöl für Hunde

Lachsöl für Hunde: So kann es deinem Vierbeiner helfen

Lachsöl gehört zu den beliebtesten Nahrungsergänzungsmitteln für Hunde. Auch die Vierbeiner selbst lieben das Öl aufgrund seines fischigen Geschmacks, was die tägliche Gabe angenehm unkompliziert macht.

Gesundheitlich gesehen kann Lachsöl deinem Hund in einigen Bereichen helfen und vor allem für eine vollwertigere Versorgung mit wichtigen Fettsäuren sorgen.

In diesem Beitrag stellen wir dir drei bewährte Lachsöle für 16 bis 30 Euro vor. Außerdem zeigen wir dir, woraus Lachsöl besteht, wie es wirkt und wie du es richtig dosierst.

Welches Lachsöl ist für Hunde empfehlenswert?

Ein hochwertiges Lachsöl für deinen Hund zu finden, ist gar nicht so einfach. Die Auswahl am Markt macht eine sinnvolle Übersicht schwer. Um den Weg zum passenden Produkt etwas zu vereinfachen, findest du hier drei bewährte Optionen.

AniForte Premium Lachsöl

Das flüssige AniForte Premium Lachsöl kann präzise dosiert werden, ist lange haltbar und wird von Hundehaltern mehrheitlich positiv bewertet (über das Bild gelangst du zum Angebot auf Amazon).

Das AniForte Lachsöl liefert deinem Hund sowohl ALA aus auch EPA und DHA. Es stammt aus Norwegen und wird kaltgepresst. Der Hersteller liefert es in einer BPA-freien Weißblechdose, die vor Oxidation und Lichteinfluss schützt. Daher enthält dieses Öl keine weiteren Antioxidantien.

Laut AniForte erhält ein Hund je zehn Kilogramm Körpergewicht einen Teelöffel Lachsöl pro Tag. Die Dosierung kann dank dieser Angabe für kleinere Hunde leicht angepasst werden. Zur Verabreichung genügt es, das Öl über das Futter zu geben.

Eine Haltbarkeit von bis zu zwölf Monaten wird garantiert, das Produkt sollte aber im Kühlschrank aufbewahrt werden. Kunden sind mit diesem Öl sehr zufrieden, lediglich manche berichteten von einer Unverträglichkeit bei ihren Vierbeinern.

GreenPet Omega 3-Lachsöl

Das GreenPet Omega 3-Lachsöl kann gut unters Futter gemischt werden. Auch hier fallen die Erfahrungswerte mehrheitlich positiv aus (über das Bild gelangst du zum Angebot auf Amazon).

Beim GreenPet Lachsöl handelt es sich ebenfalls um ein reines Öl ohne antioxidative Zusatzstoffe. Es wird kaltgepresst und in eine lichtdichte Flasche abgefüllt. So bleibt es auch bei längerer Lagerung gut vor Oxidation geschützt. Du solltest es in jedem Fall gut verschließen und kühl aufbewahren.

Der Hersteller empfiehlt folgende tägliche Dosierung nach Körpergewicht:

  • Bis 10 Kilogramm: 5 ml
  • 10 bis 20 Kilogramm: 10 ml
  • 20 bis 50 Kilogramm: 15 ml

Bevor du es über das Futter gibst, solltest du dieses Öl gut schütteln. Dies ist laut Hersteller bei allen kaltgepressten Ölen empfehlenswert.

Auch hier sind die Erfahrungsberichte überwiegend positiv. Viele Hunde akzeptieren das Öl sehr bereitwillig und nur ein geringer Teil reagierte mit Unverträglichkeits-Symptomen.

AniForte Lachsöl Kapseln

Die AniForte Lachsöl Kapseln eignet sich aufgrund der etwas komplizierteren Dosierung eher für größere Hunde. Es wird überwiegend gut vertragen und akzeptiert (über das Bild gelangst du zum Angebot auf Amazon).

Neben Liquids möchten wir dir auch noch eine Variante in Kapselform vorschlagen, und zwar die AniForte Lachsöl Kapseln. Hier ist Lachsöl und Vitamin E als Antioxidans enthalten, die Kapsel selbst besteht aus Rindergelatine.

Der Hersteller empfiehlt für Hunde unter 20 Kilogramm eine Kapsel pro Tag, Vierbeiner ab 20 Kilogramm sollen zwei Kapseln erhalten. Gerade bei leichteren oder deutlich schwereren Hunden kann diese Angabe recht ungenau sein, weshalb sich dann ein flüssiges Lachsöl eher anbietet.

Allgemein sind Kunden aber auch mit den Kapseln zufrieden. Sie berichten von guter Verträglichkeit und Akzeptanz. Manchmal klebten die Kapseln aneinander oder wurden von den Tieren wieder ausgespuckt. Ein Aufstechen für die eigenständige Dosierung ist laut Erfahrungsberichten mit einem sehr unangenehmem Geruch verbunden – daher solltest du das besser nicht probieren.

Was ist Lachsöl und woraus besteht es?

Wie es der Name bereits verrät, wird dieses Öl aus Lachsen gewonnen. Der tierische Ursprung macht Lachsöl für Hunde interessant, denn er sorgt nicht nur für den leckeren Geschmack.

Zudem liefert er essenzielle Fettsäuren so, dass der Körper sie direkt verwerten kann. Im Öl enthalten sind langkettige Omega Fettsäuren, auch Omega 6 und Omega 3 genannt. Beide sind für die Gesundheit unverzichtbar und müssen mit der Nahrung zugeführt werden.

In der durchschnittlichen Ernährung kommt es jedoch oft zu einem Überhang an Omega 6 Fettsäuren. Dies stellt ein Problem dar, denn Omega 6 (auch bekannt als Linolsäure), fördert Entzündungen im Körper. Omega 3 als antientzündlicher Gegenspieler ist in konventionellem Futter und in vielen anderen Ölen oft in deutlich geringerer Menge als Omega 6 vorhanden.

Die Versorgung mit Omega 3 Fettsäuren für Hunde ist folglich ein wichtiger Schritt hin zu einer gesunden und vollwertigen Ernährung. Enthalten sind im Lachsöl nicht nur die Fettsäure Alpha-Linolensäure (ALA), sondern auch die beiden Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). Diese muss der Körper sonst aus Alpha-Linolensäure umwandeln, was durch Omega 6 Fettsäuren aus der Nahrung behindert wird.

Dieses Problem lässt sich umgehen, indem du deinem Hund direkt ein Öl mit DHA und EPA gibst. Ist sein Körper gut versorgt, wirkt sich dies auf den gesamten Stoffwechsel aus. Die langkettigen Omega Fettsäuren nämlich sind an zahlreichen Prozessen beteiligt und unter anderem gut für die Herzgesundheit, die Haut, die Augen und die Nerven.

Wichtig: Langkettige Fettsäuren sind sehr anfällig gegenüber Oxidation. Das bedeutet, dass sie durch Kontakt mit Sauerstoff zerstört werden. Das Öl wird dann ranzig und verliert seine wertvollen Eigenschaften. Bewahre Lachsöl für deinen Hund daher stets gut verschlossen, dunkel und kühl auf.

In verschiedenen Lachsöl Produkten ist nicht nur das Öl enthalten, sondern ebenfalls ein natürliches Antioxidans. Dieses schützt die empfindlichen Fettsäuren vor der Reaktion mit Sauerstoff.

Zumeist handelt es sich beim Antioxidans um Vitamine E, es können jedoch auch Rosmarinextrakt, Catechine aus Grünem Tee, Astaxanthin oder Ascorbylpalmitat enthalten sein.

Wie wirkt Lachsöl?

Wer Lachsöl für seinen Hund kaufen möchte, tut dies in aller Regel, um seinem Liebling einen gesundheitlichen Vorteil zu sichern. Gerade bei den essenziellen Fettsäuren ist das gut möglich, denn diese kann der Hundekörper nicht selbst bilden.

Sowohl Omega 3 als auch Omega 6 Fettsäuren müssen von außen zugeführt werden und ein Mangel kann unangenehme Folgen haben. Diese Information ist wichtig für alle, die sich fragen, welches Öl für Hunde vorteilhaft ist.

Da die langkettigen Fettsäuren im Organismus an vielen Stellen benötigt werden, entfaltet Lachsöl eine Wirkung mit ebenso vielfältigem Gesicht. In erster Linie handelt es sich hierbei um präventive Effekte, sodass die Versorgung mit Omega 3 Fettsäuren das Risiko für

  • Herzerkrankungen,
  • Arthritis,
  • Allergien,
  • Gelenkbeschwerden,
  • Hauterkrankungen,
  • Entzündungen des Verdauungstrakts
  • und Nierenerkrankungen

positiv beeinflussen kann. Darüber hinaus soll Lachsöl beim Hund ebenfalls die geistige Leistungsfähigkeit verbessern, die Wundheilung fördern und die Gesundheit von Haut sowie Fell optimieren können.

Bei welchen Erkrankungen kann Lachsöl bei Hunden hilfreich sein?

Wie bereits erwähnt, entfaltet Lachsöl für Hunde eine Wirkung, die sich vor allem im vorbeugenden Bereich zeigt. Daher lohnt es sich, die Nahrung auch ohne das Vorliegen einer Erkrankung zu ergänzen.

Prinzipiell aber ist es möglich, bei Krankheitsbildern mit entzündlicher Grundproblematik durch gezielte Omega 3 Gabe eine Besserung zu erreichen.

Dies gilt für entzündliche Erkrankungen

  • des Bewegungsapparates,
  • des Verdauungssystems
  • und der Haut.

Ob die Omega 3 Fettsäuren bei kognitiven Erkrankungen wie beispielsweise Demenz Vorteile entfalten könnten, ist noch nicht abschließend geklärt.

Kann Lachsöl bei meinem Hund Nebenwirkungen hervorrufen?

Dieses natürliche Öl wird von den meisten Vierbeinern sehr gut vertragen – vorausgesetzt du wählst eine Dosierung, die zu den Bedürfnissen deines Hundes passt.

Sprich also im Zweifel stets mit deinem behandelnden Tierarzt. Dies gilt ganz besonders, wenn deine Fellnase bereits Medikamente nehmen muss oder an einer Grunderkrankung leidet.

Achtung: Niemals solltest du deinem Hund Lachsöl geben, wenn er darauf allergisch reagiert oder eine starke Unverträglichkeit hat.

Prinzipiell kann es aber auch bei Lachsöl für Hunde Nebenwirkungen geben. Möglich sind dabei Verdauungsbeschwerden wie

  • Durchfall,
  • Übelkeit,
  • Erbrechen,
  • Blähungen,
  • Gewichtszunahme
  • und weicher Stuhlgang,

aber auch ein übler Geruch aus dem Maul kann für eine zu hohe Dosis oder eine gewisse Unverträglichkeit sprechen. Seltener wird von empfindlicheren Pfoten durch Lachsöl berichtet, behalte das dennoch im Auge.

Sollte dein Hund Lachsöl nicht vertragen und wünschst du dir dennoch eine sinnvolle Ergänzung für die Gesundheit der Haut und des Fells, könnte Bierhefe für Hunde eine Alternative darstellen. Sie liefert zwar keine Omega Fettsäuren, dafür jedoch wertvolle B-Vitamine.

Ist Lachsöl für Welpen geeignet?

Auch Welpen mögen Lachsöl. Die enthaltenen Omega 3 Fettsäuren sollen sogar einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Gehirns haben, weswegen eine Versorgung besonders wichtig sein kann.

Achte nur unbedingt darauf, das Lachsöl nicht in zu hoher Dosis zu geben und frage bei Welpen stets deinen behandelnden Tierarzt, ob die Ergänzung seinerseits ebenfalls grünes Licht bekommt.

Wie wird Lachsöl bei Hunden angewandt?

Damit Lachsöl beim Hund seine Wirkung entfalten kann, muss es selbstverständlich seinen Weg in das Tier finden.

Glücklicherweise ist das gar nicht so schwer, denn es gibt gleich zwei Optionen, die du je nach Situation für deinen Vierbeiner auswählen kannst. So ist Lachsöl für den Hund in Form eines Liquids und in Form von Kapseln verfügbar.

Als Liquid

Das Liquid hat den Vorteil, dass du es sehr einfach über das Futter geben und deinen Hund so quasi nebenbei mit Omega 3 Fettsäuren versorgen kannst.

Auch ist die Dosierung vereinfacht, da du dich nicht an die vorgegebenen Mengen in Kapseln halten musst. Da manche Hunde Kapseln nicht gerne zerbeißen oder schlucken, ist Liquid in diesen Fällen eine angenehme Lösung.

In Kapselform

Lachsöl für Hunde in KapselformBei Lachsölkapseln für den Hund ist die Dosierung nicht so stufenlos möglich wie beim Liquid. Das muss jedoch nicht schlimm sein, sofern der Hersteller konkrete Angaben zur richtigen Dosierung macht.

Ein Vorteil von Kapseln ist die längere Haltbarkeit des Öls durch sicheren Ausschluss von Sauerstoff und die damit verbundene einfachere Lagerung. Kapseln sind jedoch in der Regel teurer als Liquids.

Wie wird Lachsöl bei Hunden dosiert?

Ob flüssig oder in Kapselform: Wenngleich es sich beim Lachsöl für den Hund um ein natürliches Nahrungsergänzungsmittel handelt, solltest du ihm nicht zu viel davon geben.

Bei langkettigen Omega Fettsäuren nämlich ist nicht nur ein Mangel, sondern auch eine Überdosierung möglich, wobei die genauen Effekte noch nicht abschließend untersucht wurden.

Besser ist es also, verantwortungsbewusst zu dosieren. Dies schützt deinen Vierbeiner vor unerwünschten Nebenwirkungen. Eine Faustregel besagt, dass bei Lachsöl für Hunde die Dosierung abhängig vom Körpergewicht festgelegt werden sollte. Je zehn Kilogramm genügt ein Esslöffel Öl pro Tag.

Diese Faustregel solltest du allerdings auf keinen Fall einfach so anwenden, sondern stets die Hinweise des jeweiligen Herstellers berücksichtigen. Manchmal nämlich benötigst du von einem bestimmten Öl sehr viel weniger, da es recht hohe Mengen DHA oder EPA enthält.

Was den Tagesbedarf an sich betrifft, benötigen Hunde abhängig von ihrem Gewicht unterschiedliche Mengen Omega 3. Die nachfolgende Tabelle dient zur Orientierung:

KörpergewichtTagesbedarf Omega 3
Bis sechs Kilogramm250 mg
Sechs bis 13 Kilogramm500 mg
13 bis 22 Kilogramm1.000 mg
22 bis 35 Kilogramm1.500 mg
Mehr als 35 Kilogramm2.000 mg

Diese Richtwerte helfen dir dabei, die tägliche Dosis sowohl bei Kapseln als auch bei flüssigem Öl besser einzuschätzen.

Tipp: Fragst du dich beim Thema Lachsöl beim Hund, wie oft es gegeben werden kann, so lautet die Antwort: Täglich, aber in der richtigen Dosis! Es ist nicht möglich, deinem Vierbeiner beispielsweise einmal wöchentlich die Dosis für eine ganze Woche zu geben. Im Zweifelsfall könnte das sogar Nebenwirkungen auslösen.

Über Manuela Schneider

Vom Langhaar- und Rauhaardackel zum Cocker Mix: der zweijährige Benny ist inzwischen der dritte Vierbeiner an der Seite von Manuela. Sie liebt Hunde über alles und hat seit 2011 zahlreiche Ratgeber rund um die Fellnasen geschrieben.

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