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Katzenkrankheiten

Neun gefährliche Katzenkrankheiten

Spielen, Kuscheln, Fressen, Schlafen: So sieht der perfekte Tag im Leben vieler Katzen aus. Doch genauso wie bei uns, ist auch bei Stubentigern nicht jeder Tag eitel Sonnenschein – vor allem, wenn Krankheiten der Auslöser dafür sind. Da Katzen wahre Meister im Verstecken von Schmerzen sind, ist es wichtig, dass du ein Auge auf etwaige Verhaltensänderungen hast.

In diesem Beitrag haben wir neun häufige Katzenkrankheiten sowie deren Ursache und Symptome zusammengefasst, damit du bei Bedarf rechtzeitig tierärztliche Hilfe für deinen Liebling suchen kannst.

1. Krebs

Krebs ist eine Klasse von Krankheiten, bei denen Zellen unkontrolliert wachsen, in das umgebende Gewebe eindringen und sich auf andere Bereiche des Körpers ausbreiten können. Wie bei Menschen können auch Katzen verschiedene Arten von Krebs bekommen. Die Krankheit kann lokalisiert (beschränkt auf einen Bereich, wie ein Tumor) oder generalisiert (über den ganzen Körper verteilt) sein.

Krebs-Symptome bei Katzen

Symptome von Krebs bei Katzen können sein:

  • Klumpen (diese sind zwar nicht immer bösartig, sollten aber tierärztlich untersucht werden)
  • Schwellungen
  • Anhaltende Wunden oder Hautinfektionen
  • Abnormaler Ausfluss aus Körperöffnungen
  • Schlechter Atem
  • Antriebslosigkeit
  • Lethargie oder andere ausgeprägte Verhaltensänderungen
  • Gewichtsverlust
  • Plötzliche Lahmheit
  • Durchfall oder Erbrechen
  • Schuppige und/oder rote Hautflecken
  • Verminderter Appetit oder Appetitlosigkeit
  • Schwierigkeiten beim Atmen, Wasserlassen oder Stuhlgang

2. Diabetes

Diabetes bei Katzen ist eine komplexe Erkrankung, die entweder durch einen Mangel des Hormons Insulin oder eine unzureichende Reaktion auf Insulin verursacht wird. Nachdem eine Katze gefressen hat, zerlegt ihr Verdauungssystem die Nahrung in verschiedene Komponenten. Hierzu gehört auch Glukose, die durch Insulin in die Zellen transportiert wird. Wenn eine Katze kein Insulin produziert oder es nicht normal verwerten kann, steigt ihr Blutzuckerspiegel. Das Ergebnis ist eine Hyperglykämie, die unbehandelt viele komplizierte Gesundheitsprobleme bei einer Katze verursachen kann.

Diabetes-Symptome bei Katzen

  • Appetitveränderung (entweder erhöht oder vermindert)
  • Gewichtsverlust
  • Übermäßiger Durst
  • Erhöhtes Wasserlassen
  • Urinieren in anderen Bereichen als der Katzentoilette
  • Ungewöhnlich süß riechender Atem
  • Lethargie
  • Dehydration
  • Ungepflegtes Haarkleid
  • Harnwegsinfekt

3. Felines Immunschwächevirus (FIV)

Katzen, die mit dem Feline Immunodeficiency Virus (FIV) infiziert sind, zeigen möglicherweise erst Jahre nach der Erstinfektion Symptome. Obwohl das Virus langsam wirkt, ist das Immunsystem einer Katze stark geschwächt, sobald die Krankheit Einzug hält. Dies macht die Katze anfällig für verschiedene Sekundärinfektionen. Infizierte Katzen, die eine unterstützende medizinische Versorgung erhalten und in einer stressfreien Umgebung in Innenräumen gehalten werden, können Monate bis Jahre lang ein relativ angenehmes Leben führen, bevor die Krankheit ihr chronisches Stadium erreicht.

4. Felines Leukämievirus (FeLV)

Das Katzenleukämievirus wurde erstmals in den 1960er Jahren entdeckt und ist ein übertragbares RNA-Retrovirus, das das Immunsystem einer Katze stark hemmen kann. Es ist eine der am häufigsten diagnostizierten Krankheits- und Todesursachen bei Hauskatzen. Da das Virus nicht immer sofort Symptome zeigt, sollte jede neue Katze, die in einen Haushalt kommt – und jede kranke Katze – auf FeLV getestet werden.

Übrigens: Wenn du noch mehr über die feline Gesundheit lesen möchtest, findest du in diesem Ratgeber zu Tiervorsorge und Haustierkrankheiten viele weitere Artikel dazu.

5. Herzwurm

Durch infizierte Mücken verbreitet, wird der Herzwurm zunehmend als zugrundeliegende Ursache für gesundheitliche Probleme bei Hauskatzen erkannt. Katzen sind ein atypischer Wirt für Herzwürmer. Trotz seines Namens verursacht der Herzwurm hauptsächlich Lungenerkrankungen bei Katzen. Dies ist ein wichtiges Anliegen für jeden Katzenbesitzer, der in dicht von Mücken bevölkerten Gebieten lebt, und die Vorbeugung sollte mit einem Tierarzt besprochen werden.

6. Verletzungen durch Stürze

Viele Tiereltern öffnen eifrig ihre Fenster, um das Wetter in den Sommermonaten zu genießen. Leider stellen ungeschützte Fenster eine echte Gefahr für Katzen dar, die sehr oft herausfallen. Stürze können zu gebrochenen Kiefern, punktierten Lungen, gebrochenen Gliedmaßen und Becken führen – und sogar zum Tod.

  • Katzen haben ausgezeichnete Überlebensinstinkte und sie „springen“ nicht absichtlich von gefährlichen Höhen. Die meisten Katzen fallen versehentlich von Hochhausfenstern, Terrassen oder Feuerleitern.
  • Da Katzen wenig Höhenangst haben und sich gerne in hohen Lagen niederlassen, gehen Tierhalter oft davon aus, dass sie auf sich selbst aufpassen können. Katzen können sich zwar mit ihren Krallen an der Rinde von Bäumen festklammern, bei anderen Oberflächen wie zum Beispiel Fensterbänken sowie Beton- oder Ziegeloberflächen ist dies jedoch deutlich schwieriger.
  • Wenn Katzen von hohen Stellen fallen, landen sie nicht direkt auf ihren Füßen. Stattdessen landen sie mit leicht gespreizten Füßen, was zu schweren Kopf- und Beckenverletzungen führen kann.
  • Es ist ein Irrglaube, dass Katzen nicht verletzt werden, wenn sie von ein- oder zweistöckigen Gebäuden fallen. Kürzere Distanzen bergen sogar ein größeres Verletzungsrisiko, da Katzen hier weniger Zeit haben, um ihre Körperhaltung für den Fall richtig anzupassen.

Video: Warum landen Katzen immer auf ihren Pfoten?

7. Tollwut

Tollwut ist eine Viruserkrankung, die das Gehirn und das Rückenmark aller Säugetiere befällt – einschließlich Katzen, Hunde und Menschen. Es gibt gute Gründe dafür, dass das Wort „Tollwut“ bei Menschen Angst hervorruft, denn sobald Symptome auftreten, ist Tollwut fast zu 100 % tödlich. Seit 2008 gilt Deutschland allerdings als tollwutfrei (Quelle: Robert Koch-Institut). Doch das bedeutet nicht, dass die Gefahr für immer gebannt ist.

8. Ringwurm

Obwohl der Name etwas anderes vermuten lässt, wird der Ringwurm überhaupt nicht durch einen Wurm verursacht, sondern durch einen Pilz, der Haut, Haare und Nägel infizieren kann. Diese hochansteckende Krankheit ist bei Katzen nicht ungewöhnlich und kann zu fleckigem, kreisförmigem Haarausfall mit zentralen roten Ringen führen. Der Ringwurm, auch Dermatophytose genannt, breitet sich oft auf andere Haustiere im Haushalt aus – und auch auf den Menschen.

Ringwurm bei Katzen
Ein Befall mit dem Ringwurm äußert sich meist durch einen fleckigen, kreisförmigen Haarausfall mit zentralen roten Ringen.

9. Würmer

Katzen können – ebenso wie Hunde (siehe auch unseren Artikel Die 10 häufigsten Hundekrankheiten) – eine Vielzahl von Darmparasiten erwerben, darunter auch einige, die allgemein als „Würmer“ bezeichnet werden. Ein Befall mit Darmwürmern kann eine Vielzahl von Symptomen verursachen. Manchmal zeigen Katzen wenige bis keine äußeren Anzeichen einer Infektion und der Befall kann unentdeckt bleiben, obwohl es sich um ein potenziell ernsthaftes Gesundheitsproblem handelt. Einige parasitäre Katzenwürmer stellen aber auch eine Gefahr für uns Menschen dar.

Über Lina Larina

Lina ist von klein auf mit Katzen aufgewachsen und eine wandelnde Enzyklopädie rund um die richtige Versorgung der Samtpfoten. Sie ist damit prädestiniert für alle Katzen-Themen und berichtet von ihren Erfahrungen mit ihrem Karthäusermischling Momo.

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