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Hundefutter Ratgeber: Tipps und Tricks zur richtigen Ernährung für den Hund

Ein Hund fühlt sich erst bei einem Menschen wohl, wenn er artgerecht gehalten wird.

Dazu gehört es auch, dem Tier qualitativ hochwertige Nahrung zu bieten. Welches Hundefutter am besten zum Vierbeiner passt, hängt mit verschiedenen Faktoren zusammen. Unter anderem spielt es eine Rolle, wie alt der Hund ist und wie viele Kilo er auf die Waage bringt. Haustiertests gibt wertvolle Tipps zum richtigen Hundefutter.

Wie viel Hundefutter benötigt der Vierbeiner tagtäglich?

Menschen, die sich einen Hund anschaffen, stehen oftmals vor der schwierigen Frage, wie viel Hundefutter ihr Liebling jeden Tag benötigt. Zwar gibt es in dieser Hinsicht keine Faustregel, was das Hundefutter betrifft. Doch es gibt Richtwerte, an denen sich die Herrchen orientieren können.

Idealerweise bekommt der Hund hochwertiges Hundefutter in einer Menge von zwei bis drei Prozent seines Körpergewichts. Dieser Richtwert bezieht sich auf das Trockenfutter. Nassfutter enthält viel Wasser und sättigt den Vierbeiner nicht so gut wie trockenes Futter, weshalb es in Ordnung ist, dem Hund davon täglich etwas mehr zu geben.

Diese Hundefutterarten gibt es

Menschen und Hunde haben logischerweise unterschiedliche Bedürfnisse. Während der Mensch sehr auf das Aussehen seines Essens achtet, ist dies dem Hund egal. Für den Hund kommt es eher auf die Nährstoffe an, die er mit dem Futter zu sich nimmt. Es gibt verschiedene Hundefutterarten, die je nach Alter, Gewicht und Gesundheitszustand des Hundes mal mehr und mal weniger zu ihm passen.

Ein Hundebesitzer hat die Möglichkeit, seinem Vierbeiner trockenes Futter darzubieten. Diese gepresste Nahrung hat einen Wasseranteil von rund 14 Prozent. In diesem Futter sind alle wichtigen Nährstoffe, die der Hund zu sich nehmen sollte, bereits inbegriffen. Das Futter ist kostengünstig, lange halt- und lagerbar und lässt sich portionsmäßig gut dosieren.

Nassfutter hingegen wird bei seiner Herstellung nicht getrocknet. Aus diesem Grund ist es entsprechend feucht, sein Flüssigkeitsgehalt liegt zwischen 75 und 84 Prozent. Von den Bestandteilen her unterscheiden sich die beiden Futtersorten nicht maßgeblich voneinander.

Einen Sonderstatus nimmt das sogenannte Barf ein. Hinter diesem Begriff verbirgt sich die Bezeichnung “biologisch artgerechte Rohfütterung”. Diese Ernährungsform orientiert sich an der natürlichen Ernährungsweise des Hundes, wenn er in freier Wildbahn unterwegs wäre. Die Besitzer bieten dem Hund eine ausgewogene Ernährung an, die sich aus Knochen, Innereien, Obst, Gemüse und Fisch zusammensetzt.

Barf Fleisch Hundefutter
Viele Hundebesitzer schätzen es sehr, ihren Hund mit biologisch hochwertiger Rohkost gesund und ausgewogen zu ernähren

 

Anhand der folgenden Tabelle lassen sich die Vor- und Nachteile der einzelnen Hundefuttersorten nachvollziehen:

 

HundefutterartTrockenfutterNassfutterBARF
Pro-Verursacht wenig Abfall

-Leicht zu transportieren

-Einfach zu lagern

-Preisgünstig

-Hund kann das Futter leicht verzehren und verdauen

-Appetitliches Aussehen

– Viele Hunde mögen Nassfutter

-Zusammensetzung lässt sich individuell festlegen-Auch für Hunde mit gesundheitlichen Einschränkungen oder Allergien

-Natürliche Ernährungsweise

Contra-Zusammensetzung muss beachtet werden, teilweise nicht ausgewogen-Nicht lange haltbar

-Ähnlich wie beim Trockenfutter von den Inhaltsstoffen nicht immer ausgewogen

-Preislich eher teurer

-Riecht teilweise unangenehm

Diese Nährstoffe stecken im Hundefutter

Ebenso wie für uns Menschen gibt es für den Hund eine Art „Ernährungspyramide“, welche die wichtigsten Bestandteile im Hundefutter auflistet. Zu den wichtigsten Nähstoffen, die enthalten sein sollten, gehören:

  • Proteine: Tierische Proteine – beispielsweise das Fleisch von anderen Säugetieren, Innereien, Fisch oder Milchprodukte – sorgen dafür, dass der Vierbeiner seine körperliche Substanz aufrechterhalten kann. Aus diesem Grund ist es bei Welpen besonders wichtig, sie mit vielen Proteinen zu versorgen.
  • Öle und Fette: Zu dieser Nährstoffgruppe gehören Gänseschmalz oder Rindertalg, aber auch Oliven- oder Hanföl.
  • Kohlenhydrate: Die Kohlenhydrate sind, ähnlich wie beim Menschen, wahre Energielieferanten für den Hund und halten ihn fit. Mais, Reis und Kartoffeln zählen zu den bekanntesten Vertretern dieser Nährstoffgruppe.
  • Ballaststoffe: Ein Hund benötigt eine ausreichende Menge an Ballaststoffen, damit seine Verdauung geregelt funktioniert. Jede Futterration sollte idealerweise mit einigen Ballaststoffen angereichert sein. Futterzellulose und Gemüse enthalten beispielsweise viele Ballaststoffe. Eine besondere Bedeutung kommt hierbei der sogenannten 5-E Futterzellulose Sie ist stoffwechselneutral und eignet sich ebenfalls für Vierbeiner, die an Diabetes leiden oder eine Allergie haben.
  • Vitamine: Jeder Hund braucht eine gewisse Menge an Vitaminen. Diese Vitamine dienen dazu, seine körperliche Gesundheit aufrecht zu erhalten. Hierbei sind die fett- und wasserlöslichen Vitamine voneinander abzugrenzen.
  • Mineralstoffe: Die lebensnotwendigen Mineralstoffe haben vielseitige Funktionen im Körper des Hundes. Sie stärken das Immunsystem, halten das Herz-Kreislauf-System in Schwung und verbessern die Leistungsfähigkeit der Muskeln.

Das richtige Hundefutter für jedes Alter

Welche Nährstoffe der Hund benötigt, hängt vor allem damit zusammen, wie alt er ist. Heranwachsende Hunde benötigen drei bis vier Mal am Tag eine Portion Hundefutter, die reich an Kalzium und anderen Vitaminen ist. Erwachsene Hunde freuen sich über nährstoffhaltiges und abwechslungsreiches Futter voller ungesättigter Fettsäuren, Proteine und Vitamine. Idealerweise beinhaltet das Futter eine ausgewogene Mischung aus Fleisch, Innereien, Milchprodukten und Fisch.

Ältere Hunde benötigen, ähnlich wie betagte Senioren, weniger Kalorien am Tag. Für sie eignet sich Nassfutter hervorragend, um ihre Zähne zu schonen und ihnen auf diese Weise zusätzliche Flüssigkeit darzureichen.

Welche Hundesnacks sind erlaubt?

Ab und zu ist es in Ordnung, den Vierbeiner mit Snacks und kleinen Leckerlies zu belohnen. Sie sind für das Hundetraining geeignet, um den Hund gezielt zu trainieren. Bei den Leckerlies sollte das Herrchen auf die richtige Dosierung achten, da der Hund sonst übergewichtig wird. Gesunde Leckerlies bestehen aus kleinen Häppchen mit vielen Vitaminen, Proteinen und Mineralstoffen, die zusätzlich die Zahngesundheit des Tieres erhalten.

Leckere Delikatessen für den Hund sind beispielsweise getrocknete Rinderpansen, verschiedene fleischhaltige Nuggets oder frische Hundekekse aus Vollkornmehl, Dinkel oder anderen Getreidearten. Dementgegen gibt es etliche Tabu-Snacks, die ein Hund nicht bekommen sollte, da er sie nicht verträgt. Nüsse, Rosinen, Schokolade, Zwiebeln oder die weihnachtliche Gans schmecken dem Menschen, jedoch nicht dem Hund.

Hundesnacks
Gesunde Snacks belohnen den Hund und fördern idealerweise dessen Gesundheit.

 

Es ist ratsam, diese Lebensmittel für den Hund unzugänglich aufzubewahren und stattdessen ab und an zu frischem Obst und Gemüse zu greifen. In geringen Menge freut sich der Vierbeiner über die gesunde Abwechslung.

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Ein Kommentar

  1. Ich informiere mich zur Zeit zu artgerechten Futtermitteln für Hunde. Von der Barf-Methode hatte ich dabei schon einmal gehört, wusste aber nicht, wie genau diese Ernährungsform genau funktioniert. Mich überzeugt, dass es die natürlichste Ernährungsweise wäre – jedoch habe ich momentan noch ein Platzproblem, da man ja schon einen zweiten Kühl- und Gefrierschrank benötigen würde.

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