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Leoparden Gecko

Der Leopardgecko – ein Exot unter den Haustieren

Unter den Echsen zählt er sicherlich zu den Bekanntesten: Der Leopardgecko erlebte bereits Mitte der 90er Jahre einen regelrechten Boom in der Terraristik-Branche. Die Faszination des Tieres begründet sich dabei wohl vor allem in seinem außergewöhnlichen Erscheinungsbild – die leopardähnlichen Farbpigmentierungen sind einmalig in der Reptilienwelt.

Gastbeitrag von Marvin Mennigen –  http://www.zwerggeckos.info

Doch der Leopardgecko ist nicht nur wegen seines schönen Äußeren so beliebt bei den Terraristik-Fans. Er gilt in Bezug auf die Haltungsanforderungen als verhältnismäßig anspruchslos, was sich auch in der relativ einfachen Nachzucht dieser Tiere widerspiegelt. Dennoch gibt es einige Dinge, die es bei der Haltung von Leopardgeckos (siehe auch: http://www.zwerggeckos.info/leopardgecko-haltung-terrarium/) zu beachten gilt.

Welche Haltungsanforderungen gibt es?

Vorab: Es sollten nie mehrere Leopardgecko-Männchen gemeinsam gehalten werden, da es dadurch zu Revierkämpfen kommen kann, die unter Umständen für eines der Tiere sogar tödlich enden können. Als Faustregel gilt: Ein Männchen alleine, oder ein Männchen mit mehrere Weibchen zu halten. Denn bei der Haltung mehrerer Weibchen gibt es keinerlei Probleme.

So können beispielsweise 2 oder 3 Weibchen ohne Probleme gemeinsam im Terrarium gehalten werden – wahlweise eben auch mit einem Männchen. Dabei muss allerdings beachtet werden, dass die Weibchen ab März in regelmäßigen Abständen Eier ablegen. Man sollte also genug Platz haben, Jungtiere großziehen zu können, sofern man Weibchen und Männchen gemeinsam halten möchte.

Leopardengecko

Das Terrarium sollte Mindestmaße von 80 x 50 x 50cm keinesfalls unterschreiten. Für eine Haltung von drei oder mehr Leopardgeckos sind Terrarien ab 100 x 60 x 60 cm zu empfehlen. Die Leopardgeckos kommen aus Regionen wie Pakistan, Afghanistan und dem Irak. Dort besiedeln sie vorwiegend trockene Flächen, welche steinig/sandig und warm sind.

Es handelt sich dabei um sogenannte Geröllwüsten. Da Leopardgeckos reine Sandflächen meiden und gerne graben, empfiehlt es sich, im Terrarium ein Sand-Lehm-Gemisch als Bodengrund zu verwenden.

Des Weiteren sollte auch zwecks Häutung der Tiere eine sogenannte Wetbox im Terrarium angelegt werden. Dies kann eine feuchte Höhle sein, die z. B. mit Kokoshumus gefüllt ist und immer feucht gehalten wird. Auch werden diese feuchten Plätze zur Eiablage sehr gerne aufgesucht.

Zwecks Temperatur sollte im Terrarium auf verschiedene Klimazonen geachtet werden. In der Spitze darf die Temperatur gerne bis 32 Grad betragen.

Das ideale Einsteiger-Reptil?

Im Grunde kann man schon sagen, dass der Leopardgecko für Neulinge der Terraristik ein attraktives Reptil ist. Doch hängt die erfolgreiche Leopardgecko-Haltung vor allem von der Fähigkeit und Motivation des Halters ab. Wer sich vor Anschaffung eines Reptils ausführlich beließt und auch den Erfahrungsaustausch mit anderen Reptilienhaltern (z. B. über Online-Foren) nicht scheut, erfüllt sicherlich schon mal sehr gute Voraussetzungen, der artgerechten Haltung gerecht zu werden.

Man sollte aber unbedingt davon absehen, ohne große Kenntnisse ein Reptil im Handel zu erwerben und einfach auf „Gut Glück“ die Haltung anzugehen. Das geht (wie bei allen anderen Tieren auch) leider sehr oft in die Hose. Es ist deshalb sehr wichtig, sich vor dem Kauf ausgiebig mit der Haltung dieses spannenden Reptils zu beschäftigen.

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