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Katze schnuppert an Katzenstreu

Katzenstreu richtig entsorgen und dabei Geld sparen

Was die meisten Katzenbesitzer leider nicht beachten

Toilette mit Warnschild vor Katzenstreu
Katzenstreu in die Toilette?

Hier erfährst Du, auf welchem Weg Du Katzenstreu am besten entsorgen kannst. Sicherlich hast Du schon einige Varianten ausprobiert. Allerdings musst Du bei ALLEN Entsorgungsarten wichtige Details beachten! Denn längst nicht jede Variante Katzenstreu wegzukippen ist gesund + gesetzlich erlaubt.

Speziell bei der Entsorgung über die Toilette kannst Du vieles falsch machen. Und auch wer Katzenstreu nicht ordentlich kompostiert, gefährdet sein Gesundheit.

Ich zeige Dir, welche Regeln es gibt. Und wie Du bei der Entsorgung Geld sparen kannst.

Toilette | 2 Kompost | 3 Biotonne | 4 Restmüll

1) „Ab in die Toilette“ – Ein gefährlicher Trend!

Du hast es sicherlich auch schon mal auf einer Katzenstreu-Verpackung gelesen. Viele neue Biostreus darf man über die Toilette entsorgen. Doch das Ganze hat einen großen Haken. Gibt man zu viel -oder stark verklumptes- Streu in die Toilette, können die Rohre verstopfen. Ein teurer Fall für den Klempner. Und für Euch! Wer den Schaden verursacht, muss auch dafür bezahlen. Wohnst Du zur Miete, wirst Du für die Kosten haftbar gemacht. Nicht der Eigentümer -und auch nicht der Hersteller des Katzenstreus- muss bezahlen. Dazu gibt es bereits Gerichtsurteile.

Entsorgung also nur auf eigenes Risiko!

Mein Tipp: So wenig Streu wie möglich in die Toilette schütten. Katzenhäufchen solltest Du mit der Schaufel vorher gründlich aussieben. Und nasse Klümpchen nicht alle auf einmal ins Klo werfen. 

Viel Katzenstreu im Klo wird nicht nur für Abflussrohre schnell zum Problem. Die Ablagerungen des Streus schaden auch unseren Klärwerken. Von daher: Nur mit Vorsicht zu „genießen“.

2) Der Komposthaufen – Achtung Bakterien!

Komposthaufen
Komposthaufen

Wer einen eigenen Garten hat – hat es schön! Mit dem grünen Daumen ausgestattet, liegt es nah Katzenstreu auf den Komposthaufen zu werfen. Biostreu wohlgemerkt! Doch auch hier heißt es für Dich wieder: Wohl dosieren! Oder ganz bleiben lassen. Denn große Mengen Katzenstreu brauchen sehr lange zum Verrotten.

Besonders wichtig bei der Entsorgung über den Komposthaufen: Hole vorher alle Klümpchen und Häufchen aus dem Katzenklo heraus. Diese gehören in den Restmüll! Der Salmiak im Katzenurin ist sehr scharf und könnte somit nicht nur Deinen Kompost versauen, sondern auch die Erde. Und Katzenkot auf dem Komposthaufen geht gar nicht! Die Gefahr einer bakteriellen Verseuchung ist viel zu groß.

Prinzipiell dürfte es schwierig werden Urin und Kot vor der Kompostierung komplett heraus zu filtern. Daher gilt auch hier: Nur auf eigenes Risiko!

3) Biotonne – Beliebt, aber nicht immer erlaubt

Die Rechnung ist ganz einfach: Biostreu + Biotonne = Perfekte Kombination. Auf der Verpackung des Katzenstreus steht sogar: „Ja, Du darfst mich in die Biotonne werfen“. Doch ob Du das wirklich darfst, entscheidet am Ende nicht der Hersteller! Sondern die städtische Abfallwirtschaft. Daher solltest Du auf deren Internetseiten nachschauen, ob das Streu wirklich in die grüne Tonne darf. Die Regelung ist bei jedem Bezirk anders.

Im schlimmsten Fall wird Deine grüne Tonne voller Katzenstreu einfach stehen gelassen. Manchmal macht sich die Müllabfuhr noch die Mühe einen „freundlichen“ Zettel dran zu hängen. Auf jeden Fall ist das unnötiger Ärger, den Du Dir -und den hart arbeitenden Jungs- ersparen kannst. Katzenstreu in die Biotonne: An sich Okay – aber nicht immer erlaubt.

4) Restmüll – Der sicherste Weg

Jetzt hast Du Dich sicher bereits gefragt: Wenn ich das Streu nicht in die Toilette, auf den Komposthaufen und in die grüne Tonne werfen darf..wohin dann? Die Antwort: Ab in die graue Tonne! Das ist bis heute der sicherste Weg Katzenstreu ordnungsgemäß zu entsorgen. Egal ob Du ein mineralisches, pflanzliches, klumpendes oder nicht-klumpendes Streu benutzt.

Allerdings gibt es auch hier einen kleinen Haken. Einige Gemeinden wiegen den Müll und erheben je nach Gewicht Gebühren. Daher solltest Du darauf achten, ein leichtes Streu (z.B. auf pflanzlicher Basis wie Cat´s Best Öko Plus) zu kaufen.

Spartipps für den Geldbeutel

  • Möglichst leichtes Katzenstreu kaufen für die graue Tonne
  • Klumpstreus anschaffen. Sind effektiver!
  • Tüten aus der Obstabteilung im Supermarkt als Müllbeutel verwenden
  • Jeden Morgen und Abend alle Klumpen entfernen
  • Nicht zu viel Streu einfüllen – maximal 3 cm

Fazit

Benutze die graue Tonne, wenn Du auf der sicheren Seite sein willst. In die Toilette und auf den Kompost darf nur eine Restentleerung stattfinden. Urin und Kot vorher aussieben. Bei der Entsorgung von Katzenstreu über die Biotonne solltest Du vorher bei der Abfallwirtschaft nachfragen, ob das erlaubt ist. Und jetzt: Nase zu und weg damit!

Über Christian Schäfer

Christian Schäfer arbeitet als freiberuflicher Redakteur und Autor in der TV-Branche. Dabei hat er sich auf die Berichterstattung zu tierischen Themen spezialisiert. Unter anderem realisiert er regelmäßig Beiträge für das Tiermagazin "hundkatzemaus" auf VOX. Christian Schäfer pflegt die Webseiten und ergänzt die Testberichte durch Tipps und Tricks.

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Ein Kommentar

  1. Hallo und vielen Dank für den informativen Artikel!
    Geradei die Entsorgung durch die Toilette hatte mich einst beeindruckt. Ich habe es selbst ausprobiert und war begeistert. Allerdings auch jedes Geschäft der Katze, in kleinen Klümpchen einzeln runter gespült. Welche Folgen dabei entstehen können war mir nicht bewusst, leuchtet aber ein!

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