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Dogscooter lernen

Mit dem Dogscooting starten

Wer mit einem Hund zusammen lebt, möchte natürlich Zeit mit seinem Vierbeiner verbringen und ihn bestmöglich beschäftigen. Nur Spazieren gehen sorgt bei vielen Hunden für Frust, da die Strecken irgendwann langweilig werden.

Da ich mit meinen Hunden gerne unterwegs bin und auch mit Ihnen arbeiten möchte, habe ich mich näher mit dem Dogscooting beschäftigt. Diese Zughundesportart bietet nämlich viele Vorteile gegenüber anderen Ertüchtigungen.

Die Vorteile des Dogscooting

Das Fahren mit dem Dogscooter fordert den Hund sowohl geistig als auch körperlich. Dein Hund muss Entscheidungen treffen und sich auf das Ziehen konzentrieren.

Vielfach wird gemäßigter Zughundesport auch bei Hunden mit Hüftdysplasie eingesetzt um die Muskulatur der Hinterläufe zu stärken. Der entscheidende Vorteil ist aber, dass Mensch und Hund etwas gemeinsam unternehmen.

Selbst Menschen, die nicht mehr körperlich in der Lage sind, weite Strecken zu gehen können ihrem Hund endlich wieder großen Auslauf bieten. Sie verbringen gemeinsam Zeit mit ihrem Vierbeiner an der frischen Luft und der Hund kommt voll auf seine Kosten.

  • Outdoor Zeit mit dem Hund
  • Fördert Geist und Körper des Hundes
  • Kann auch zur Therapie bei HD eingesetzt werden
  • Weniger gefährlich als Fahrrad Fahren mit Hund

Ich empfehle einen Dogscooter Kurs zu besuchen

Nachdem mein Dogscooter bei mir angeliefert wurde habe ich erstmal ein paar Trockenübungen ohne Hund gemacht, um mich an den Scooter zu gewöhnen.

Um mir aber das nötige Know-how anzueignen, habe ich bewusst nicht bei YouTube oder in Foren und sozialen Netzwerken geschaut, wie man den Sport beginnt, sondern auf die Kompetenz einer Zughundeschule gebaut.

Warum? – Weil man viel falsch machen kann. Und Fehlverhalten aus dem Hund herauszubekommen, ist weit schwieriger, als es von Anfang an richtig zu lernen.

Außerdem fährt, sobald Geschwindigkeit im Spiel ist, auch immer ein gewisses Risiko mit. Daher war mir wichtig, die theoretischen Grundlagen und die ersten praktischen Meter unter professioneller Anleitung zu machen.

Und es hat sich gelohnt. Wir haben im Februar einen Zughunde-Kurs in Köln besucht. Unser Hund Bruno und Hundedame Flocke waren die beiden Trainingsteilnehmer. Während das Energiebündel Flocke bereits nach dem dritten Durchgang gezogen hat wie ein Profi, war unser gemächlicher Rüde etwas unmotivierter. Aber die Kursleiterin attestierte uns, dass sie bereits erste gute Ansätze gesehen hat und sowohl Hund und Halter keine hoffnungslosen Fälle sind.

Der Kurs hat darüber hinaus richtig Spaß gemacht. Wir haben wieder nette (Hunde-) Menschen kennen gelernt und einen tollen Tag mit Hunden an der frischen Luft verbracht.

Wir haben auf jeden Fall viel Praxiswissen mitgenommen, das wir nun zuhause anwenden können. Den ganzen Erfahrungsbericht zum Dogscooter Kurs findest du in meinem Blog.

Ist dein Hund überhaupt zum Ziehen geeignet?

Bevor du dein liebstes Tier nun vor den Karren bzw. einen Roller spannst, solltest du dich vergewissern, ob dein Hund überhaupt zum Ziehen geeignet ist. Sehr junge und alte Hunde fallen natürlich raus. Hunde, die Herz-Kreislauf Probleme haben, scheiden ebenfalls aus. In meinem Blog habe ich dir unter Dogscooter eine Übersicht der wichtigsten Kriterien erstellt, wo du direkt abgleichen kannst ob dein Hund grundsätzlich zum Ziehen geeignet ist.

Dinge, die du beim Kauf berücksichtigen solltest

Dogscooter AusruestungSofern du dir einen Scooter zulegst, spare bitte nicht am falschen Ende. Das Material ist die Verbindung zum Boden und zu deinem Hund. Hier muss alles Sitzen und Qualität hat ihren Preis. Für einen neuen Scooter solltest du meiner Einschätzung nach 400 € einplanen.

Dafür erhältst du neben einem stabilen Rahmen Markenreifen und Bremsen. Viele Geräte werden bereits mit „Mushing-Ausrüstung“ wie Zugleine und Befestigungsmöglichkeit ausgeliefert. Immer mehr Fahrradhändler führen ebenfalls die beliebten und wiederentdeckten Roller im Sortiment und stehen dir ebenfalls beratend zur Seite.

Sicherheit fährt immer mit

Die Gesundheit steht für Mensch und Tier an oberster Stelle. Sobald du deinen Hund auf Tauglichkeit hin überprüft hast, mach dir auch Gedanken über die eigene Sicherheit. Ein Helm ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber durchaus empfehlenswert. Bei meiner ersten Ausfahrt habe ich – ohne Hund – bergab bereits 41 km/h auf dem Tacho gehabt. Außerdem sind griffige Handschuhe empfehlenswert.

Üben, Üben, Üben

Wir haben einen Hund, der in seinem genetischen Programm nicht unbedingt auf Ziehen und Rennen programmiert ist. Bisher gab es beim „An der Leine Ziehen“ auf immer einen sanften Gegenruck, um dem Hund zu signalisieren, dass er Bei Fuß zu Laufen hat.

Das hat sich dann im Kurs auch direkt bemerkbar gemacht. „Jetzt soll ich etwa Ziehen und Zerren“ scheint uns Bruno mehrfach gedanklich zuzurufen. Und doch: Wir sind guter Dinge, durch Übung aus Bruno einen waschechten Zieher machen zu können.

Kein falscher Ehrgeiz

Sofern wir damit jedoch Scheitern, ist das auch nicht schlimm. Dann wird der Dogscooter eben zum Tretroller und Sportgerät umfunktioniert. Es gibt ja auch noch andere tolle Möglichkeiten, seine Zeit sinnvoll mit Hund zu verbringen.

Über den Autor:

Daniel ist Hundeblogger bei hundemagazin.net und lebt mit Frau und seinen wunderbaren Rüden Oscar & Bruno zusammen im Siegerland. Er schreibt regelmäßig über alles was Fell, vier Beine und eine Sabberschnauze besitzt.

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Ein Kommentar

  1. Ich mache Dogscooting jetzt schon seit einem Jahr. Seit dem geht es meinem Hund viel besser als die Zeit davor. Er ist viel fitter dadurch geworden. Dogscooting ist einfach nur toll. Es macht nicht nur mir Spaß ich denke meinem Hund macht es genauso Spaß wie mir. Er freut sich immer sehr wenn ich mein Rad raushole 🙂

    Viele Grüße Isabell

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