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Labrador wird von Tierärzten untersucht

Die 10 häufigsten Hundekrankheiten – und wie man sie erkennt!

Es ist der Alptraum für jeden Hundehalter – wenn der Vierbeiner erkrankt, muss meistens schnell gehandelt werden. Während sich einige Krankheiten direkt bemerkbar machen, sind andere etwas tückischer und müssen erstmal erkannt werden. Wir zeigen Euch die 10 häufigsten Hundekrankheiten – und wie man die Symptome richtig erkennt.

1. Flohbefall

Bei Flöhen handelt es sich um die häufigste Parasitenart, von der Hunde befallen werden. Flohbisse führen zu Juckreiz, der Vierbeiner kratzt und beißt sich also häufiger als sonst. Bei starkem Flohbefall kann sich die Haut auch entzünden, Rötungen und Fellausfall treten auf.

Im Extremfall können Flöhe übrigens so viel Blut saugen, dass der Hund eine Anämie (Blutarmut) entwickelt. Spätestens dann müsst ihr zum Tierarzt. Auch wenn sich dein Hund mehr leckt als sonst, solltest du sein verhalten genau beobachten.

2. Milben

Vor allem Grasmilben sind ein häufiges Problem für Hunde und ihre Halter. Sie verursachen einen starken Juckreiz, vor allem in den Pfoten-Zwischenräumen und Ohren sowie an Gelenken und verdeckten Körperstellen. Auch Haarausfall ist ein typisches Symptom.

Bei schwachem Befall, könnt ihr Präparate oder Shampoos aus dem Fachhandel verwenden. Wenn der Befall zunimmt, ist der Gang zum Tierarzt unumgänglich. Älteren oder geschwächten Hunden kann der Arzt übrigens auch vorbeugende Medikamente verschreiben.

3. Zecken

Der Unterschied zwischen Flöhen und Milben ist oft nicht auszumachen – du merkst aber definitiv, wenn es sich um Zecken handelt! Die Parasiten sind relativ leicht mit dem Auge erkennbar. Vor allem in der Zeckensaison zwischen März und Oktober solltest du das Fell deines Hundes nach Spaziergängen gründlich untersuchen. Ein spezieller Zeckenkamm kann hierbei helfen.

Bei einem Zeckenbiss können verschiedenste Krankheiten übertragen. Typische Symptome können Appetitlosigkeit, Erschöpfung, Gewichtsverlust, Lahmen, Fieber und blutiger Urin sein. Besser also, du entfernst Zecken schnellstmöglich. So sparst du dir den Gang zum Tierarzt und minimierst das Krankheitsrisiko für deinen Liebling.

4. Wurmbefall

Die vierte Art von Parasiten, die bei Hunden häufig vorkommen, sind Würmer. Es gibt neben dem bekannten Bandwurm zahlreiche andere Wurmarten. Die genauen Beschwerden hängen aber auch vom Alter deines Tiers ab.

Häufige Symptome einer Wurminfektion sind Reiskorn-ähnliche Teile im Hundekot (hierbei handelt es sich um Bandwurmglieder), Juckreiz am After durch Wurmeier (der Hund rutscht mit dem Gesäß über den Boden), sowie blutiger Durchfall. Auch ein sogenannter Wurmbauch – ein aufgeblähter, schmerzempfindlicher Bauch, der vor allem bei Welpen vorkommt – sollte die Alarmglocken läuten lassen.

5. Ohrenentzündung

Sehr häufig kommt bei Hunden die Ohrenentzündung vor. Am Anfang sieht das häufige Kratzen am Ohr vielleicht noch lustig aus. Der Juckreiz ist aber ein erstes Anzeichen, das ernst genommen werden sollte. Zu Beginn einer sogenannten Otitis werden die Ohren heißer als üblich. Zudem sieht man im Ohr eine dunkelbraune Masse und ein unangenehmer Geruch ist wahrzunehmen.

Oft schütteln sich Hunde dann oft, um das Ohr von dem unangenehmen Ohrenschmalz zu befreien. Spätestens dann musst du unbedingt zum Tierarzt gehen. Wird eine Ohrenentzündung nicht behandelt, können eitrige Wucherungen entstehen, die für den Hund furchtbar schmerzhaft sind.

6. Hüftgelenksdisplasie

Bei der Hüftgelenksdisplasie handelt es sich um eine häufig vorkommende Gelenkerkrankung bei Hunden, die zu schmerzhaften Entzündungen führen kann. Es handelt sich um eine Erkrankung, die mit einer Deformation des Hüftgelenks einhergeht. Manchmal leidet ein Hund bereits seit Geburt an dieser Verformung, doch auch falsche Ernährung und Bewegungsmangel können die Erkrankung auslösen.

Die Hüftdisplasie äußert sich durch einen instabilen Gang und Schmerzen beim Aufstehen und Hinlegen. Du wirst eine Versteifung der Gelenke und eine verminderte Lauffähigkeit bei deinem Hund beobachten. Auch ein Gelenkknirschen oder –knacken kann ein Symptom sein. Zum Glück gibt es heutzutage Behandlungsmöglichkeiten – früher war die Displasie ein Todesurteil für die Vierbeiner.

7. Ansteckende Leberentzündung (Hepatitis)

Hunde können genauso wie Menschen an Hepatitis erkranken. Die ansteckende Leberentzündung kann sehr unterschiedlich verlaufen. Bei einem Großteil der Hunde treten gar keine Beschwerden auf. Sie entwickeln stattdessen Antikörper, die sie das ganze Leben vor einer erneuten Infektion schützen.

Falls Symptome auftreten, handelt es sich dabei meistens um Fieber, Erbrechen, Durchfall und Gelbsucht. Auch Durchfall und generelle Teilnahmslosigkeit sind ein Indikator für eine akute Hepatitis. Vor allem bei jungen Hunden kann diese Krankheit sehr heftig verlaufen. Hier sollte schnellstmöglich der Tierarzt aufgesucht werden.

8. Zwingerhusten

Beim sogenannten Zwingerhusten handelt es sich um eine ansteckende Infektion der oberen Atemwege bei Hunden. Von der Ansteckung bis zum Ausbruch dauert es manchmal nur einige Tage – doch auch eine Inkubationszeit von einem Monat ist nicht ungewöhnlich. Das typische Symptom dieser Infektion ist ein trockener Husten.

Vor allem, wenn Druck auf die Luftröhre ausgeübt wird – zum Beispiel beim Führen deines Hundes an der Leine – wird dieser Reizhusten hervorgerufen. Im Gegensatz zu vielen anderen hier vorgestellten Krankheiten ist der Zwingerhusten also glücklicherweise sehr leicht zu erkennen.

9. Tumore

Auch Hunde können leider an Krebs erkranken. Einer von vier Hunden entwickelt in seinem Leben einen Tumor – allerdings sterben nur die wenigsten daran. Zum Glück gibt es heutzutage gute Behandlungsmöglichkeiten. Der Zeitpunkt der Erkennung des Tumors ist dabei entscheidend.

Stellst du irgendwelche äußerlichen Veränderungen an deinem Hund fest, solltest du definitiv den Tierarzt konsultieren. Es gibt auch weitere Warnsignale, auf die du achten solltest. Viele bösartige Tumoren bewirken eine Umstellung des Stoffwechsels. Fett und Muskulatur werden dann vermehrt abgebaut, der Hund verliert an Gewicht. Zudem können Tumorschmerzen Appetitlosigkeit hervorrufen.

10. Grauer Star

Und noch eine Erkrankung, die sowohl Mensch als auch Hund betreffen an. Der sogenannte Graue Star bezeichnet eine Trübung der Linse im Auge, wodurch der Sehvorgang gestört wird. Das wichtigste Symptom ist der zunehmende Sehverlust des Hundes. Da sich die Vierbeiner auch mit ihren anderen Sinnen sehr gut orientieren können, fällt der Sehverlust leider oft zu spät auf.

Daher solltest du deinem Liebling einfach mal ab und zu in die Augen schauen! Beim Grauen Star verfärbt sich die Linse im Auge anfangs bläulich-weiß und dann schneeweiß. Fallen dir also irgendwelche farblichen Veränderungen in den Augen deines Hundes auf, sollten die Alarmglocken klingeln!

Neben den 10 genannten Krankheitsbildern können je nach Alter und Rasse des Hundes natürlich auch zahlreiche andere Krankheiten auftreten. Man bekommt jedoch schnell ein Gefühl dafür, wenn mit dem Liebling etwas nicht in Ordnung ist. Im Zweifelsfall solltet ihr den Gang zum Tierarzt lieber ein Mal zu viel als ein Mal zu wenig antreten!

Dies ist ein Gastartikel von Laura – sie schreibt normalerweise für den Haustier-Blog von inpetso. Bei inpetso gibt es getreu dem Motto „Nur das Beste für dein Tier“, Tipps und Ratschläge rund um die Ernährung, Erziehung und das Training von Hunden.

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Ein Kommentar

  1. Vielen Dank für die tolle Übersicht der gängigsten Hundekrankheiten. Die Abgrenzung zwischen Floh- und Milbenbefall scheint mir nicht ganz einfach. Aber bei Problemen kann man ja immer noch den Tierarzt fragen. 🙂

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