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Dicke Katze oder dicker Hund! Ursachen für Übergewicht

Ach du dicker Hund! Ob Ausdruck unserer Wohlstandsgesellschaft, ob Zeichen falsch verstandener Tierliebe oder Anzeichen für Krankheiten: Die Statistik bringt es an den Tag:  Jeder zweite Hund und jede dritte Katze in Deutschland ist zu dick.

Und das hat schwerwiegende Folgen, ganz ähnlich wie bei uns Menschen: Herz- und Kreislauferkrankungen, Gelenkbeschwerden, kürzere Lebenserwartung. Doch es geht auch anders, mit richtiger Ernährung, Diät und einem Bewegungsprogramm wird Euer Vierbeiner wieder schlank und rank. Wir zeigen wie!

Übergewicht erkennen

Nicht bei allen Tieren ist Übergewichtigkeit auf den ersten Blick zu erkennen. Speziell bei langem, dichtem Fell wirkt so manche dicke Katze schlank. Macht daher folgenden Test, wenn Ihr unsicher seid: Legt Eure Hand flach an den Brustkorb des Tieres und fühlt nach den Rippen.

Lassen sich die Rippen nur mit Mühe ertasten, so liegen sie unter einer dicken Fettschicht und das Tier ist übergewichtig. Bei Kurzhaarrassen sollten die Rippen sogar noch erkennbar sein. Lässt sich bei einem Blick von oben die Taille gar nicht mehr erkennen, solltet  Ihr dringend zum Tierarzt gehen!

Auch nach einer Kastration oder Krankheit neigen Tiere übrigens zu Übergewicht! Die gewichtsbedingte erhöhte Kreislaufbelastung kann zu einer Herzschädigung führen. Dazu kommen Hormonstörungen, Hautprobleme, Gelenkserkrankungen und sogar Wirbelsäulenschäden.

Regelmäßige Gewichtskontrolle

Dicke Katze
Dicke Katze

Wiegt Euer Tier ab jetzt regelmäßig! Das ideale Rassegewicht dient Euch dann zur Orientierung, wie viel noch runter muss. Stellt Euch zuerst alleine auf die Waage und notiert den Wert. Dann nehmt Ihr Euer Tier auf den Arm und errechnet die Differenz aus beiden Ergebnissen. Bei schweren Hunden geht Ihr zum Wiegen am besten zum Tierarzt.

Oft wird zu viel und falsch gefüttert. Als Tierhalter tragt Ihr die Verantwortung für Eure Vierbeiner! Fette Essenreste vom Tisch und die beliebten Leckerlies sind absolut tabu!

Ernährungscheck

  • Tierarztcheck machen ob Grundkrankheit besteht
  • Tierarzt/Ernährungsberater rationiert das Futter – Herstellerangaben auf Packungen sind oft zu hoch!
  • Übriggebliebenes, energiereiches Trockenfutter sollte niemals stehen gelassen werden
  • Bei Mehrtierhaushalten Fütterung überwachen – Futterneid, unausgewogene Verteilung!
  • Familienprotokoll über Leckerlies führen, nur nahrhafte Leckerlies (z.B. getrocknete Schweineohren)
  • Keine Reste vom Tisch!
  • Bei Freigängerkatzen die zusätzliche Fütterung durch Nachbarn unterbinden
  • Keine Null-Diät!! Außer Fett wird auch Muskulatur abgebaut
  • Reduktionsdiät machen
Bei einer sogenannten Reduktionsdiät soll das Tier ohne Beeinträchtigung des allgemeinen Wohlbefindens und ohne Vitalitätsverlust durch Diätfutter Gewicht verlieren. Die Reduktionsdiät muss immer unter fachlicher Aufsicht erfolgen.

Denn bei der Futterumstellung auf Diät-Produkte kann es schnell zu Problemen kommen. Nicht jedes Futter wird angenommen und nur eine exakte Dosierung erzielt den gewünschten Abnahmeeffekt. Zusammen mit dem Tierarzt werden dann ein Zielgewicht und die Abnahmegeschwindigkeit festgelegt.

Und was braucht Eure dicke Katze oder der übergewichtige Hund noch? Viel Bewegung!

Über Christian Schäfer

Christian Schäfer arbeitet als freiberuflicher Redakteur und Autor in der TV-Branche. Dabei hat er sich auf die Berichterstattung zu tierischen Themen spezialisiert. Unter anderem realisiert er regelmäßig Beiträge für das Tiermagazin "hundkatzemaus" auf VOX. Christian Schäfer pflegt die Webseiten und ergänzt die Testberichte durch Tipps und Tricks.

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